Das Baby soll alleine schlafen – eine ruhige Nacht?!

Das Baby soll alleine schlafen – eine ruhige Nacht?!

Mein Baby ist jetzt sieben Wochen alt und ich frage mich wie es wohl wird, sobald meine kleine Tochter in ihrem eigenen Kinderbett schlafen wird. Der Schritt des alleine-Schlafens  ist so eine Sache, die mir ein wenig Kopfzerbrechen bereitet. Ich bin mit mir selber nicht einig, ob ich den Schlaf im eigenen Kinderbett gut finden soll oder eben nicht.

Ein ganz klarer Vorteil ist hierbei natürlich die Geräuschkulisse im eigenen Elternschlafzimmer. Sobald sich das Baby umdreht oder im Schlaf ein bisschen Brabbelt bin ich hell wach und muss erst einmal wieder kurz zur Ruhe finden, um wieder selber einzuschlafen. Manchmal ist meine Tochter auch einfach wach nachdem sie gefüttert wurde. Dann guckt die zufriedene Babymaus die Sternhimmelprojektion vom LED-Nachtlicht-Projektor an und brabbelt die Sterne mit Babygeschichten voll. Ganz abgesehen von den Methangasabgaben, die sie lauthals mit einem Knall aus ihren Körper entlässt.

babys schlafen
Babys schlafen tatsächlich auch ohne Eltern

Ein weiterer Vorteil ist natürlich dass Mami und Papi auch endlich wieder das Elternschlafzimmer ihr Eigen nennen dürfen und nur zu schweren Stunden das Baby zu sich holen. Natürlich auch unterbrochen von der ein oder anderen Kuschelsession mit dem Baby. Aber wer kennt das nicht, das eigene Kind will nicht im Beistellbett schlafen; stattdessen lieber im Arm der Mama oder auf dem Bauch von Papa. Sobald das Baby schläft wird es vorsichtig auf das Kopfkissen neben einem abgelegt und die Bewegungsfreiheit ist im Eimer. Bei jeder Bewegung hat man Angst das Kind zu erwischen und es aus dem Schlaf zu reißen oder gar aus Versehen die Decke über den Kopf zu ziehen. Um dies im Vorhinein zu vermeiden nimmt Papa dann eine schier unmögliche Position ein und hat binnen 2 Minuten in 2/3 seiner Gliedmaßen kein Gefühl mehr. Schnarcht das eigene Baby noch und man ist diesbezüglich empfindlich, ist die Nacht dann sowieso gelaufen.

Ich bin ein klarer “Fenster offen”-Schläfer. Momentan haben wir Sommer (naja zumindest was die Jahreszeit angeht) und die nächtlichen Temperaturen sind meist um die 14 Grad Celsius. Somit ergibt sich im Schlafzimmer mit 2 1/2 Körpern eine Temperatur von ca. 23 Grad. Zwar nicht unbedingt ideal für Babys, weil diese einen Umgebungstemperatur beim Schlafen von ca 18-20 Grad Celsius haben sollten, aber immer noch ok.

Aber was ist mit winterlichen Temperaturen von 0 Grad Celsius und darunter? Ich möchte dann immer noch mit offenem Fenster schlafen. Meinem Baby sind die 14 Grad Tiefsttemperatur dann aber mit Sicherheit zu kalt.

Leider war es das dann aber auch schon mit den Vorteilen. Sobald der eigene Sprößling alleine schlafen soll fangen ganz andere Probleme an.
Typische Themen die sich Eltern dann stellen wären Fragen nach zuverlässigen Babyphons, ggf. mit Kamera; welches Einschlafritual führt man ein; gehe ich nicht doch lieber mal selber nebenan gucken und überzeuge mich davon, dass es dem Baby noch gut geht. Elementarer noch: lebt das Baby noch? Man hört ja immer wieder vom plötzlichen Kindstod. Diesbezüglich hat man aber auch herausgefunden, dass Schlafen bei den Eltern und Stillen durch die Mutter das Risiko minimiert. Die Wärme durch den Körperkontakt und die Bewegung durch die eigene Atemfrequenz soll das Kind in kritischen Situationen immer wieder auf den richtigen Weg zurückbringen.

Ein ganz klarer Nachteil, auch wenn dieser ein wenig paradox klingt ist, dass das Kind weg ist und woanders schläft. Denn so nervig es nunmal ist, so schön ist es auch einfach dem Baby im Schlaf zuzusehen und seine Macken beim Träumen zu beobachten. Zudem war es für mich auch immer beruhigend einfach nur kurz zu sehen “Das Kind atmet, stinkt nicht, alles klar. Weiterpennen!”. In diesem Punkt sehe ich einfach die Gefahr, dann mitten in der Nacht doch wieder aufzustehen, ins Kinderzimmer zu tapsen und mich vom Gesundheitszustand zu überzeugen.

Eltern baby schlafen zusammen
Bei Mami und Papi ist es am besten

Ein neuer Schlafraum für das Baby bedeutet auch gleichzeitig ein neuer Geruch, eine neue Geräuschkulisse und das eigene Babybett. Das alles sind Faktoren, die das schnelle Wiedereinschlafen mitten in der Nacht erschweren können aber nicht unbedingt müssen. Ist das Baby ein Schnullerkind und dieser Schnuller ist aus Versehen herausgefallen, wäre ein Handgriff durch Papa oder Mama ein Einfaches, aber aufgrund der räumlichen Trennung nicht möglich. So kann sich im schlimmsten Fall das Baby aufschaukeln, weinen und somit doch wieder alle wach machen.

Ihr seht, wie ich mich drehe und wende. Ich werde es wohl einfach auf mich/uns zukommen lassen müssen. Bis es aber soweit ist wird mein Baby noch eine ganze Weile bei uns schlafen und uns vom Schlafen abhalten. Im positiven, wie auch im negativen Sinne.

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Florian

Vater. Dortmunder. Systeminformatiker. BVB Sympathisant. Techie. Blogger. Netter Mensch.

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