Fluchen während der Fahrt mit Kind #Elternfahrer

Hallo liebe Leser. Sven hat in seinem Blog dazu aufgerufen einmal selbstkritisch an das Thema Fahrverhalten im Auto (mit oder ohne Kind) einzugehen. Als Anlass dazu sah er eine Studie aus Frankreich, genauer gesagt von VINCI Autoroutes, über das Fahrverhalten von Eltern während der Fahrt. Diese Studie lieferte genug Anlass sich Gedanken über sein eigenes Fahrverhalten im Straßenverkehr Gedanken zu machen. 77% der Befragten gaben z.B. zu dass sie sich nicht immer an das Tempolimit halten; 22% sogar, dass sie nicht immer überprüfen ob ihre Kinder angeschnallt sind.

Mein Fahrverhalten ist natürlich immer vorbildlich. Warum ich das weiß? Ganz einfach. Weil ich immer als erster Hupe und somit die Schuld dem anderen Vollpfosten im Auto gebe. Die ganzen links-rechts Legastheniker haben doch nicht mehr alle Wischblätter auf der Scheibe.

Wenn ich schneller an eine Fahrbahnverengung komme ist doch ganz klar wer ausweichen muss! Der LKW! Der sieht doch dass ich mit rasanter Geschwindigkeit mit meinem Familienbomber anfliege.

Außerdem sitze ich in meinem Auto doch auch erhöht, da kann man mal bei Glatteis ein wenig über die 30km/h geraten. Ist doch sowieso dunkel im Winter, da geht doch noch kein Kind so früh in die Schule.

Und überhaupt, warum haben die quirligen Rotznasen noch nie etwas von Reflektorkleidung gehört. Kein Wunder, dass immer alles in schwärze Löcher hineinfliegt. Gucken nicht links, gucken nicht rechts, da muss man ja geradezu schnell an einer Schule vorbei.

Je schneller dran vorbei desto weniger Gefahr. Gut Bremsen wird sowieso überschätzt. Ich bin der Meinung dass wir Väter mehr die Handbremse im Winter nutzen müssen. So ein schöner Powerslide um die Kurve bringt Stimmung ins Auto und mit ein bisschen Glück einen unverschuldeten Auffahrunfall weil die Bremslichter nicht angehen.

Das muss man doch nur an dieser einen Ecke machen, die jeder bei sich in der Nähe hat. Null Sicht, eigentlich hat man Vorfahrt, dennoch sollte man anhalten. Quatsch! Voll drauf aufs Gas. Am besten noch ohne zu blinken. Rechts gucken, Links zahlt die Versicherung.

Blinken ist doch überbewertet. Wer blinkt denn noch heutzutage? Niemand. Die meisten Luxusschleudern mussten sowieso bereits den Blinker verkaufen, um die Leasingrate der Kiste abzuzahlen. Hauptsache die Kohle steckt im Auto.

Wenns mal so wäre!!! Die meisten scheinen zu dieser Zeit (Stand: 0,89€ pro Liter Diesel) sowieso nicht fahren zu wollen. Linke Spur auf der Autobahn mit 100km/h! Da wird man geradezu gezwungen die Lichthupe zu benutzen! Bringt diese keine Einsicht bei den Schmalspurhirnies, so bleibt einem nur eines! Der Überholvorgang von Rechts. Aus Rechtswegen nicht ausgeschlossen!

Jeder der langsamer fährt als ich ist ein Spritsparer, jeder der schneller ist eine Torfnase. Alle scheiße außer ich. Ich mache alles richtig.

Wer sich bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht erwischt hat, der/die lügt meiner Meinung nach.

“Ich bin umsichtig und passe auf jeden auf!”, sagt denke ich jeder der ein Kind mit im Auto hat. Ich denke ich mache das auch. Aber was ist mit der einen Sache; meiner Schwäche. Meine Sprache während der Fahrt. Da entgleist mir so manches Mal die gute Erziehung. Daran muss ich arbeiten. Sobald ein Kind etwas aufschnappt brennt es sich in dessen Kopf ein und es verbreitet den Ausdruck noch im Kindergarten. Pedalverwechsler ist dabei noch ganz lustig. Ich will aber nicht derjenige sein, der die “schlimmen Wörter” beibringt. Also üben üben üben. Bis dahin müssen die Torfnasen langsam zu einem harmlosen “schon wieder so ein Eimer” werden.

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Florian

Vater. Dortmunder. Systeminformatiker. BVB Sympathisant. Techie. Blogger. Netter Mensch.

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